Der Anfang des laufenden Jahres ist für die koreanische Gesellschaft, sowie für ihre Konkurrenten und Kunden in vielem bedeutsam. Heute, wie nie zuvor, werden alle strategischen Griffe klar. Es wird auch die Konzeption „Premium-Design Plus technologische Innovationen“ deutlich entwickelt. Im Unterschied zu den Konkurrenten, orientiert sich die Gesellschaft LG auch im Weiteren auf die getrennte (einzigartige) Produkte, die qualitativ ausgeführt werden und sich schnell einprägen lassen.
Mit anderen Worten stellte der Mobileteilbereich LG Electronics vor sich keine Aufgabe, viele verschiedene Modelle zu schaffen, um alle Niveaus des Konsummarktes umzufassen. Den gleichen Weg gehen schon seit langem auch die anderen führenden Hersteller. Es kommt also vor, dass falls man „ihre Spiele“ spielen möchte, sollte man laut denselben gut abgestimmten Schemas handeln und dabei unbedingt den starken Druck der Konkurrenz spüren. Die Gesellschaft LG hat eine andere Strategie gewählt: Man stellt kleine Anzahl von Modellen her, aber die sind qualitativ und lassen sich gut einprägen. Es liegt somit der Versuch auf der Hand, die so genannten „Langspielprodukte“ zu schaffen.
Das einfachste Beispiel, das das oben Dargelegte beweisen könnte, ist das Mobiletelefon LG Chocolate (KG800). Manchen kann es scheinen, dass dieses Modell erst vor kurzem der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Aber in Wirklichkeit wurde es schon im Jahre 2006 vorgestellt. Und diese ganze Zeit sprach man immer wieder über die „Schokolade“. Übrigens, wurde eben sie zum Erstling der Serie Black Label. Weiter folgte ihr Restyling (KE800), und im Jahr 2007 erfuhr die Welt über Shine (KE970).
Bis zur Auslieferung von Chocolate (KG800) auf den Markt, vom ersten Mobiletelefon in der Serie Black Label, ging es dem Mobileteilbereich LG nicht besonders gut. Guter Verkauf dieses Modells in Europa, sowie in den GUS-Ländern verbesserte die Lage, und daraus lernte das Entwicklerteam viel.
Am 11. Februar führte die Gesellschaft LG im Mediazentrum Fira de Barcelona (im Rahmen der Ausstellung WMC) eine Pressekonferenz mit dem Motto „LG: intelligent, fein und bequemer“ («LG: Smartly Touchable, More Usable») durch. Das Team stellte seine neuen intelligenten Mobilegeräte vor, sowie die Business-Strategie für das Jahr 2008.
«In diesem Jahr richtete LG alle ihre Anstrengungen auf die Herstellung der Produktion auf der Grundlage der Verbrauchervorzüge“, teilte Skott An mit, höchste Amtsperson des Teilbereichs für Mobiletelekommunikation von LG Electronics. — „Heute können wir den Wachstum der Tendenz zur Benutzung von Sensorbildschirmen in der Mobileindustrie beobachten, was unserer Produktion Zukunft und, wahrscheinlich zukünftige Führung in diesem Bereich gewährleistet“. Es ist aber noch zu früh, um zu beurteilen, inwiefern diese Mutmaßungen richtig sind.
Einige Eindrücke von LG KF700 wurden schon in unserer Übersicht beschrieben. Inzwischen stellen die Ansatzforscher in den Vordergrund eben LG KF600 – unseren heutigen Gast. Vielleicht kann das dadurch erklärt werden, dass er und Viewty schon mit dem Preis von iF Product Design Award 2008 für ihr Design ausgezeichnet wurden.
Von der Außenseite
Die Außenseite von KF600 wurde ausgezeichnet durchgedacht und ausgeführt. Der WOW-Effekt von diesem Modell ist garantiert. Bis jetzt wurde nur eine Variante der Gehäusefärbung vorgestellt. Man soll kaum auf rosa Variationen warten, aber andere Farben könnten noch kommen.
Die Größe des Gerätes beträgt 101,2×50,7×14,1 mm, das Gewicht beträgt 107 g. Das ist bei weitem nicht das kleinste Mobiletelefon. Wegen des zweiten Bildschirmes wurde das Modell länger und dicker.
KF600 ist aus guten, qualitativen Werkstoffen zusammengebaut. Der Mechanismus des automatischen Zusammenklappens der Hälften funktioniert weich und sicher. Sogar das Ingenieurmuster, das von uns getestet wurde, wies keine Luft auf. Das Mobiletelefon lässt sich einfach öffnen und mit einer Hand schließen.
Die vordere Seite ist völlig aus Kunststoff, es geht um kein Mineralglas. Sie wird leicht schmutzig, deshalb braucht man sie ganz oft auszuwischen. Leider kann das Fallen des Mobiletelefons auf eine harte Oberfläche, für immer Kratzer auf der obigen Spiegelschicht hinterlassen.
Die Metallumrandung stellt kein Stilisierungselement dar. Wir haben in Wirklichkeit mit dem vernickelten Metall zu tun. Oben und unten sind auf symmetrische Weise zwei gefärbte Metallnetze angeordnet. Das obere Netz deckt den Stimmlautsprecher auf, das untere Netz trägt einen dekorativen Charakter.
Der mittlere Teil des Gehäuses ist aus dem gewöhnlichen Kunststoff ausgeführt. Der Werkstoff ist glatt und wird nicht schnell schmutzig.
Die Rückseite ist aus dem „weichen“ Soft-Touch-Kunststoff ausgeführt. Er fühlt sich ganz gut an, und es bleiben auf ihm keine Fingerabdrücke. Dank diesem Werkstoff entschlüpft das Mobiletelefon aus der Hand nicht. Seine aufgetragene obere matte Schicht ist gegen die Kratzer und gegen das Abreiben beständig.
Die Logik der Anordnung von Elementen ist standardisiert: Alles steht an den gewohnten Stellen. In der rechten Ecke der Stirnseite befindet sich die Öse für die Anbringung eines Armbandes, eines Riemchens oder eines Anhängers. An der linken Stirnseite befindet sich eine Doppeltaste für die Einstellung der Lautstärke, sowie für eine schnelle Aktivierung des Audioplayers. An der linken Stirnseite befinden sich eine zweipolige Fototaste, sowie die mit einem Blindverschluss aufgedeckte Interfaceanschlussstelle des entsprechenden Formates für das Ladegerät und das Headset. Das Mikrophon befindet sich an der unteren Stirnseite, und nicht auf dem digitalen Tastaturblock, wie bei einigen Slidern. Bei einem starken Wind baten die Sprechenden, dass man lauter spricht.
Der Deckel des Akkufaches kann man leicht abnehmen, aber von sich selbst kann er schwer geöffnet werden. Der LED-Blitz und das Glasfenster der Kamera befinden sich auf einer kleinen Metallplattform. Das Glasfenster ist viel praktischer als das Fenster aus Kunststoff, aber leider ist es in das Gehäuse weniger als um ein halbes Millimeter versenkt, und das bedeutet, dass es sehr oft mit verschiedenen Oberflächen in Berührung kommen wird, und als Ergebnis entstehen die Kratzer. Die Öffnung des Multimedia-Lautsprechers ist mit einem Metallnetz aufgedeckt. Seine Anordnung ist nicht zufällig: Der Klang der ankommenden Anrufe wird nicht dumpf. Die Lautstärke genügt, damit man das Mobiletelefon auch dann hört, wenn es in der Handtasche oder in der Manteltasche liegt. Man sollte aber eingestehen, dass bei der maximalen Lautstärke, der Lautsprecher ziemlich heiser klingt.
Der Slot der SIM-Karte liegt unter dem Deckel des Akkufaches auf solche Weise, dass man die Karte herausnehmen kann, ohne den Akku selbst abzunehmen. Aber das ist eher eine Hardware-Notlösung. Es gelingt sowieso nicht die Karte im Gehen zu wechseln, denn das Mobiletelefon verlangt die Beschickung. Der Slot für die Speicherkarte im microSD-Format ist nur bei dem abgenommenen Akku zugänglich.
Bildschirme
In dem Internet kann man oft irrtümliche Meinungen treffen, dass KF600 nur einen Bildschirm hat, der visuell getrennt ist. Zum großen Bedauern der Autoren dieser Meinungen werden wir heute über zwei Bildschirme erzählen. Es gibt genug Beweise, dass es in Wirklichkeit zwei Bildschirme gibt. Wenn man das Mobiletelefon unter einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, kann man hinter dem schwarzen Trenner ohne Mühe die Grenzen der Bildschirme unterscheiden: Sie haben verschiedene Helligkeit, der kleinere (Sensorbildschirm) weist mehr Violett auf (diese Tatsache ist durch die Verwirklichung der Blitztechnologie zu erklären).
Der Hauptbildschirm stellt eine typische 2-Zoll QVGA-Matrix. Sie unterscheidet sich durch eine gute Helligkeit, einen guten Kontrast, sowie durch eine gute Farbwiedergabe. Leider verdirbt die physische Größe den Eindruck, insbesondere wenn man dieses Modell mit den Toplösungen der Konkurrenten vergleicht.
Der Nachteil der Bildschirme besteht in ihrem schlechten Verhalten an der Sonne. Zweifelsohne kann man von einer beträchtlichen Verbesserung im Vergleich zu den Spiegelbedeckungen von Shine sprechen: an einem sonnigen Tag kann man auf diesen Bedeckungen nichts als sein eigenes erbittertes Gesicht sehen. Von diesem Standpunkt aus sehen KF600 und seine Bildschirme besser aus, aber trotzdem nicht so gut, wie man das sich wünschen könnte. Die Bildschirme sind mit keinen Spiegelunterlagen ausgerüstet.
Der zweite Bildschirm ist ein Sensorbildschirm (InteractPad), 240×176 Pixeln, 3,75 cm, TFT, Möglichkeit bis zu 262 000 Farbnuancen zu visualisieren.
Steuerung
Eben diesen Parameter stellt der Hersteller in den Vordergrund. Der Meinung von LG nach ist InteractPad mit seinen kontextbedingten virtuellen Tasten, die sich in Abhängigkeit von der gestellten Aufgabe verändern können, schon an die Stelle der mechanischen Navigationstasten getreten. Das neue Interface entstand als Antwort auf den existierenden Bedarf an der Gewährleistung einer leichten Navigation im Menü von zahlreichen Funktionen der Mobiletelefone.
Die interaktive Tastatur InteractPad und ihre virtuellen Menütasten weisen auf konkrete Tasten hin, deren Drücken notwendig ist, um die jeweilige laufende Aufgabe zu erfüllen. Als Ergebnis braucht sich der KF600-Nutzer nicht mehr zu merken, welche Taste welcher Funktion entspricht. Außerdem sind die virtuellen Tasten viel größer als die Standardtasten, und sie sind auch besser angeordnet, was zu einer größeren Genauigkeit bei der Wahl beiträgt.
InteractPad ist ein vollkommenes Interface für die Steuerung von solchen Multimedia-Elementen, wie digitaler Audioplayer oder Foto- und Videokamera. Da diese Steuerungselemente nicht mit den mechanischen Tasten verbunden sind, fällt es sehr leicht, all diese Funktionen intuitiv zu benutzen.
Zum Zweck einer leichteren Benutzung gewährleistet die interaktive Tastatur ein multisensorisches System des Feedbacks mit den akustischen, visuellen und taktilen Signalen. Beim Drücken wird die virtuelle Taste größer, das Mobiletelefon vibriert leicht und gibt von sich einen Laut, der an das Knacken erinnert. Dieses System des Feedbacks wurde nicht nur dafür ausgeführt, um die virtuellen Tasten visuell mit den realen Tasten ähnlich zu machen, sondern auch um die Bequemlichkeit, sowie die Höchstgenauigkeit zu gewährleisten.
Die Argumente der Entwickler der Gesellschaft sind klar und objektiv. In Wirklichkeit ist aber alles viel prosaischer, trotzdem interessant und ungewöhnlich.
Die Entriegelung der Tastatur erfolgt beim Öffnen des Mobiletelefons oder bei einem langen Drücken der Taste für die Aktivierung der Kamera. Auf dem Bildschirm (hier und im weiteren wird das kleine InteractPad gemeint) erscheinen sechs virtuelle Tasten, je drei in der waagerechten Reihe. Die erste oben von links nach rechts steht für den Menüabruf. Die letzte dient zur Blockierung des Bildschirmes. Den Bedarf an dieser Taste wird nur bei einer längeren Benutzung des Mobiletelefons klar. Man kann beobachten, dass beim Schließen vom Slider der Finger sich eben in dem Bereich dieser Taste, sowie ihrer Nachbartasten stützt. Es kommt also vor, dass bevor man diese Nachbartasten berührt, der Bildschirm schon blockiert ist. Das erlaubt, die unerwünschte Versendung der leeren Messagen an die erste Person in ihrer KontaktenlListe zu vermeiden u.s.w.
Die Tasten „Menü“ und „Blockierung“ können nicht umbenannt werden. Die anderen vier können umbenannt werden, aber die Liste beschränkt sich nur auf etwa zehn Schortcuts, die außerdem nicht redigiert werden können: „Anruflisten“ (die man eigentlich beim Drücken der Anruftaste sehen kann), „Profile“, „Messagen“, „Wecker“, „Kalender“, „Radio“, „Bilder“, „Spiele“, „Themen“. Als zehnter Punkt in dieser Liste wird wiederum die Taste „Blockierung“ angegeben. Die beiden gleichen Tasten der Blockierung gleichzeitig zu aktivieren, ist uns nicht gelungen, deshalb bleibt die Anwesenheit der letzten Taste in dieser Liste ein Geheimnis.
Beim Eingang in das „Menü“ kann man am häufigsten die Tasten „OK“ und „Zurück“, sowie die Pfeilrichtungen sehen. In den komplizierteren Unterniveaus (z.B. Messagenliste) gibt es zwei Pfeile (nach oben und nach unten oder nach rechts und nach links). Die Taste „Zurück“ ist immer vorhanden (mit seltenen Ausnahmen). Es erscheinen die Tasten „Durchsehen“ und „Löschen“ als die meist gebrauchten Tasten, die anderen Funktionen werden dabei hinter einer speziellen kontextbedingten Taste versteckt.
Eine solche Organisation ist praktisch. Eben darin sehen die Entwickler der Hardware von KF600 die Bequemlichkeit der Benutzung dieses Mobiletelefons.
Zu den Nachteilen: Man stieß darauf, dass, um den eingestellten Wecker zu löschen, man fünfmal verschiedene Tasten drücken sollte. Diese Tatsache ist dadurch zu erklären, dass bei der Durchsicht der Weckerliste die Taste „Löschen“ durch die Taste „Neuer Wecker“ ersetzt und in das kontextbedingtes Menü in die dritte Position übertragen wurde.
Aber insgesamt verdient die Organisation die höchste Einschätzung. Alles ist lakonisch, folgerichtig und logisch.
Was die Bequemlichkeit der Benutzung anbetrifft, ist es nicht leicht, im Gehen den Sensorbildschirm zu steuern. Das Problem ist klar, deshalb soll sich der potentielle Kunde darauf einstellen. Die Empfindlichkeit, sowie die Größe der Tasten sind subjektiv für beliebige Hände passend. Die langen Fingernägel werden Sie dabei nicht stören, aber in diesem Fall soll man mit den Seitenteilen der Fingerbeeren arbeiten, da die Tastatur nur auf sie reagiert.
Innen
Im Vergleich zu den vorhergehenden Produkten, wurde das Menü, obwohl es sich durch seine Füllung überhaupt nicht unterscheidet, bemerkbar umgeschrieben und verkürzt (Die wenig nützlichen Einstellungen und Punkte sind verschwunden). Wir haben vor uns dieselben neun Icons, die in der Form einer Matrix oder senkrecht in der Form einer Ringliste visualisiert werden können. Das Untermenü des ersten Niveaus besteht schon aus den senkrechten Listen. Dabei sind die Möglichkeiten der waagerechten Bewegung zwischen den Menüpunkten erhalten geblieben, was ein Vorteil ist. Es werden die digitalen Reihenfolgen unterstützt, alle Punkte sind unterschrieben. Außerdem ist diese Steuerungsvariante eine gute Alternative für die Gegner der sensorischen Steuerung. Man kann sie auch ganz gut im Gehen benutzen.
Die Themen sollen getrennt besprochen werden. Das Modell KF600 hat 8 graphische Intrefacethemen, die stilvoll und spannend sind. Jedes von ihnen verleiht dem Mobiletelefon ein ungewöhnliches Aussehen. Fünf von diesen Themen wurden von dem weltbekannten Maler Keith Haring geschaffen. Sie wirken auf alle Aspekte des Modellinterfaces ein, inklusiv auf InteractPad. Wenn der Nutzer das jeweilige Thema auswählt, werden die entsprechenden Veränderungen auch im Menü, in den Icons, sowie in den Hintergrundbildern widerspiegelt.
Das Screensaver vereinigt die Bildschirme in ein Ganzes. Bei der Bewegung im Rahmen des Menüs vibriert das Mobiletelefon leicht. Es gibt eine Menge von Einstellungen für die Tonbegleitung.
Die Funktionalität des Telefonbuches ist gering, aber die Hauptmomente sind nicht verschwunden: 100 Telefonnummern, 11 Felder, gleichzeitige Visualisierung der Kontakte aus dem Speicher des Mobiletelefons und der SIM-Karte. Es wird die Arbeit mit den Gruppen unterstützt.
Die Arbeit mit den Messagen ist standardisiert, aber einige Momente sind doch für die Menüorganisation ungewöhnlich. Es wird stets der Eindruck gemacht, dass man zu viele Clicks macht, um eine SMS zu versenden. In derselben Zeit funktioniert T9 ausgezeichnet, die Entwürfe, Schablonen und „zusammengeklebten“ Messagen befinden sich an ihren Stellen.
Der Dateimanager ist nicht mehr aktuell. Leider hat er sich vom Ideegehalt her nicht geändert. Die Dateien soll man wie immer nach dem Typ in die extra dafür vorgesehenen Mappen sortieren. Die erhaltenen Dateien sortiert das Mobiletelefon automatisch in die entsprechenden Regale, die unbekannten Formate werden dabei in die Mappe „Anderes“ verschickt. Eben aus dieser Mappe werden Sie gezwungen, die erhaltenen Java-Midlets zu installieren.
Jetzt haben Sie die Möglichkeit, die Dateien wahlweise zu markieren, aber nur, um sie zu löschen. Diese Funktion heißt „Multi-Löschen“.
Die Bilder können in der Form einer Liste oder als Icons visualisiert werden, was bequem ist. Das InteractPad erweitert die Möglichkeiten der Arbeit mit der Galerie. Bei der Vergrößerung des Bildes erscheint auf dem Bild eine Minikarte, die Sie darüber benachrichtigt, welchen Bildteil Sie eben betrachten. Indem Sie einen markierten Bereich bewegen, können Sie ein bestimmtes Fragment vergrößert betrachten.
Ebenso wie in Shine wurde in KF600 die Möglichkeit der Arbeit mit den beliebtesten Formaten *.xls, *.doc, *.pdf realisiert. Warum *.txt vergessen wurde, ist nicht klar.
Der Audioplayer wurde für die Benutzung vom InteractPad optimiert, es wurde z.B. das Zurückspulen innerhalb der Komposition organisiert. Er visualisiert das Schortcut des Albums und schlägt Ihnen vor, die Liste der Tracks für ihr weiteres Abspielen zusammenzustellen. Leider kann man die eigenen Einstellungen des Equalizers nicht eingeben. Außerdem kann man die musikalischen Tracks nach einem bestimmten Merkmal (z.B. nach dem Namen des Sängers oder nach der Bezeichnung des Albums) nicht gruppieren. Der Klang kann über Bluetooth, Profil A2DP, übertragen werden. Mit der Synchronisierung entstanden keine Schwierigkeiten.
Das Interface des FM-Radios ist einfach und verständlich. Die Funktion des automatischen Scannings findet die möglichen Radiostationen im Empfangsbereich und schlägt Ihnen vor, sie als Positionen (insgesamt 30 Positionen) zu speichern. Das Einzige, was fehlt, ist die Unterstützung von RDS.
Der Videoplayer ist ganz gut, denn die Dateien können im Format des ganzen Bildschirms wiedergegeben werden. Das Zurückspulen innerhalb der Datei ist auch möglich. Die Steuerung erfolgt durch InteractPad, der Hauptbildschirm nimmt dabei an der Visualisierung des Bildes teil.
Die Leistungsfähigkeit des Mobiletelefons ist auf demselben Niveau geblieben und ist ungefähr der Leistungsfähigkeit von Shine ähnlich. Die Werte, die mit Hilfe des Ausführungsprogramms bekommen wurden, beweisen das. Wie auch früher werden die dreidimensionalen Java-Profile nicht unterstützt.
Kamera
In KF600 ist ein 3-Megapixel-Modul mit der Selbstfokussierung eingebaut. Es wurde eine ziemlich große Anzahl der Einstellungen angemeldet. Ihre Liste und Organisation erinnern an diejenigen von Sony Ericsson K790i/K800i/K810i. Das Streben der Entwickler, sich auf die erfolgreichen Produkte der Konkurrenten zu orientieren, ist lobenswert, aber man sollte dabei über die Realisierung nicht vergessen.
Der Autofokus funktioniert sicher auch bei einer beschränkten Beleuchtung. Er irrt sich selten und dabei immer begründet. Die maximale Größe des Bildes beträgt 2048×1536 Pixeln. Es gibt drei Grade der Kompression. Es ist sehr leicht, die Kamera zu steuern, alles ist intuitiv verständlich.
Und jetzt erzählen wir über den wichtigsten Nachteil – Farbwiedergabe. Keine der angebotenen Einstellungen der Balance der weißen Farbe kann adäquat funktionieren. Überall stößt man auf die Trübung der Farbe, indem sie entweder in die blaue oder in die grüne Farbe übergeht. Es ist zum Staunen, aber der automatische Betrieb funktioniert im Gegenteil fast einwandfrei. Und was besonders erstaunlich ist, ist die Tatsache, dass die Farben mehr oder weniger glaubwürdig nur in Bedingungen der schwachen Beleuchtung aussehen. Wir beziehen diesen Nachteil auf die schlechte Realisierung des Ingenieurmusters.
Das Video wird im 3GP-Format aufgezeichnet, die Höchstauflösung beträgt 320×240 Pixeln.
Der LED-Blitz gewährleistet die Möglichkeit der Aufnahme auch in Bedingungen der geringen Beleuchtung. Die Zomm-Funktionen, die Balance der weißen Farbe, sowie die Einstellungen der Exposition können auch für die Videoaufnahme gebraucht werden.
Stand-by Zeit
Dieser Moment ist kritisch, denn das Modell hat zwei gefräßige Bildschirme. Die Einstellung der 100%-Helligkeit führt unvermeidlich zur Verringerung der Stand-by Zeit. Die Mindestgrenze beträgt 40%.
In KF600 ist der Akku mit der Kapazität von 800 mAh (LGIP-470A) eingebaut. Unser Ingenieurmuster funktionierte bei einer Aufladung durchschnittlich etwa zwei Tage. Dabei wurde die Funktion der Speicherung der Akkuladung aktiviert, und die Helligkeit der Bildschirme befand sich an der Mindestgrenze.
Schlussfolgerungen
LG KF600 stellt ein interessantes Produkt dar. Dieses Modell unterscheidet sich in vielem von seinen Konkurrenten. Sie weist wichtige „Rassemerkmale“ auf. Dieses Produkt zieht unsere Aufmerksamkeit sowohl vom Standpunkt der Absicht aus, als vom Standpunkt der Realisierung an. Wir bitten Sie, auf die Nachteile der Ingenieurversion nicht zu achten.
Also über die Vorteile. KF600 ist aus den guten und qualitativen Werkstoffen zusammengebaut. Der Mechanismus des automatischen Zusammenklappens der Hälften funktioniert weich und sicher. Es ist eine bequeme intuitive Navigation im Menü vorhanden, bei der das InteractPad nur die für die laufende Aufgabe notwendigen Tasten visualisiert, alle anderen werden dabei in das kontextbedingte Menü zum Zweck einer leichteren Benutzung übertragen. Außerdem bietet das Modell ein durchgedachtes Interface für die Durchsicht der Bilder, die Möglichkeit der Durchsicht der Officedateien, sowie acht eingebaute Themen an, die die Gestaltung des Mobiletelefons (Menü, Icons, Backdrops, Tapeten, sowie andere Interfaceelemente) vollständig verändern.
Die Nachteile hängen vorwiegend mit der Hardware zusammen. Es werden z.B. die dreidimensionalen Java-Profile nicht unterstützt. Der Hauptbildschirm hat eine kleine Diagonale und verhält sich schlecht an der Sonne, dasselbe betrifft auch den zweiten Bildschirm. Die Oberfläche der Bildschirme ist unpraktisch, denn jeder Kratzer wird sofort auffällig. Außerdem möchte man in dem Mobiletelefon des Jahres 2008 einen entsprechenden Dateimanager sehen.
Es ist wichtig, dass LG KF600 ein bedeutender Startprodukt der Gesellschaft ist. Die Orientierung auf die sensorische Steuerung wird aller Wahrscheinlichkeit nach erhalten geblieben, was das Erscheinen noch interessanterer Produkte in Zukunft gewährleisten kann.