Vor einiger Zeit bezeichnete die Gesellschaft LG ihre „Schokolade“ KG800 als ihr bestes Mobiletelefon. Später bekam das Gerät die Preise für sein Design, sowie die Anerkennung der Nutzer. Heute geriet in unsere Hände die Ingenieurversion des Telefons KE970, das als Shine bekannt ist. Dieses Modell setzt erfolgreich die Serie Black Label (als erstes Gerät erschien in dieser Reihe eben Chocolate) fort, indem es Millionen von starren und glühenden Blicken anzieht. Diese Worte kann man keinesfalls für eine Übertreibung halten. Wenn dieses Gerät in die Redaktion geriet, blieb die Arbeit für etwa 10-15 Minuten stehen. Dasselbe passierte jedes Mal, wenn sich Freunde oder Bekannte zusammentrafen. Futuristisch bezauberndes Aussehen von Shine zieht unvermeidlich Ihre Aufmerksamkeit an. „Was für ein Mobiletelefon ist das“, hörten wir trotz des großen Logos des Herstellers, der auf dem vorderen Panel angebracht ist.
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Handy Test: LG KE970 Shine

Design
Shine wird oft mit Nokia 8800 verglichen, was wahrscheinlich wegen des Metallgehäuses passiert. Diese Mobiletelefone sind für verschidenen Zielgruppen bestimmt, aber die Nutzer werden dabei durch dasselbe Feature bezaubert: edles Aussehen. Obwohl im Falle von Shine es manche Vorbehalte gibt. Die Grundlage des Mobiletelefons, sein Mittelteil, ist aus dem Kunststoff hergestellt, der in silberne Farbe gefärbt und mit Lack überzogen ist. Aber dieses Merkmal könnte man eher zu den Vorteilen zählen, denn dank der Einlage übersteigt das Gewicht des Gerätes 115 Gramm nicht. Die äußeren Panels aus Stahl schützen sicher das Gerät.
Das zu uns geratene Ingenieurmuster, das viele Besitzer getauscht hat, konnte kaum mit einem guten Slider-Mechanismus prahlen. Der obere Teil schlägt sich auf den unteren Teil nieder. Höchswahrscheinlich könnte man diese Tatsache durch ein intensives Testen des Mobiletelefons oder dadurch zu erklären, dass es um ein früheres Muster ging. Nebenbei gesagt, haben wir das Gerät Shine vor ein paar Monaten in seiner ursprünglichen Form gesehen. Es war damals keine Luft, sowie keine „Schlamperei“ zu sehen.
Den größten Teil des vorderen Panels besetzt das Spiegelglas, das trotz aller Erwartungen nicht leicht schmutzend ist. Die Spuren bleiben natürlich, aber sie fallen nicht so ein, wie das auf der Oberfläche von Chocolate vorkommt. Aber diese Spuren zu entfernen ist genau so schwierig wie im Falle des „Schokoladentelefons“: Der Stoff lässt Flecken hinter sich.
Das Glas beeindruckt durch seine Stärke. es ist um ein Millimeter vom Gehäuseniveau abgehoben. Seine Kanten beschloss der Hersteller, nicht bis zur idealen Glätte zu schleifen, und hat kleine Berührungszonen erhalten, die die Empfindung von der Oberflächenstruktur des Metalls ergänzen. Man spürt, dass man in der Hand etwas mehr als ein einfaches Kunststoffmodell hält. Dasselbe Prinzip wurde auch bei der Bearbeitung der Metallplatte benutzt, die auf dem oberen Teil des Sliders, unter dem Bildschirm, angebracht ist. Unten ist sie abgerundet und wiederholt die Form des Gehäuses. Beim Drücken von den ausziehbaren Tasten berührt der Finger oft die grobe Metalloberfläche.
Menü
Die Software sieht der von KE600 ähnlich aus, deshalb werden wir nur über die wichtigsten Details sprechen. Zu diesen Details zählt das Menü, das für die Steuerung mit Hilfe von einem Joystick (Rolle) angepasst und in der Listenform dargestellt ist. Trotzdem kann es auch in gewöhnlicher Matrixform dargestellt werden, aber es fällt schwieriger, das Menü in dieser Form zu benutzen. Man kann zwei verschiedene Menüarten einstellen, aber die Farbschemas und die Symbole bleiben unverändert.
Zwischen den Nachbarpunkten im Rahmen des Menüs (wie auch bei anderen Mobiletelefonen von LG) kann man sich mit Hilfe von Tasten „links“ und „rechts“ bewegen. Vollständig wurde auch die Funktion der Anzeige von zwei Uhrzeiten auf dem Bildschirm des Mobiletelefons im Wartemodus übernommen. Die erste Uhrzeit befindet sich immer in der rechten oberen Ecke zusammen mit dem ganzen Panel von Systemanzeigern, die Zweite Uhrzeit befindet sich auf dem Desktop. Dabei wird die gleiche Uhrzeit angezeigt.
Beim Schließen des Sliders schließen sich auch das Menü, sowie alle gestarteten Programme. Die Ausnahme macht nur der MP3-Player. Er ist mit keiner besonderen Firmware ausgestattet, dabei klingt er ausgezeichnet. Der Player ist mit einem Equalizer ausgerüstet, auf den der Charakter der sich abspielenden Melodie keinen besonderen Einfluss ausübt, sowie mit einer einzigen Playliste ohne Funktion der Sortierung ausgestattet, in der auch alle Melodien dargestellt sind. Wenn man sie aus der Liste streicht, werden sie auch nicht mehr als Klingeltöne funktionieren. Als Signale für SMS, für den Wecker, sowie für das Öffnen des Sliders kann man ein ganz beschränktes Set der vom Hersteller extra vorbereiteten Tracks wählen. Die persönlichen Audiodateien erscheinen in der Liste nicht. In diesem Mobiletelefon kann nur ein einziger Wecker eingestellt werden, was auch vielen Nutzern nicht gefallen wird.
In dem Gerät gibt es nur 47 Megabytes freien Speicherplatz. Außer den vorher eingestellten Melodien, bekommt der Nutzer den Zugang zu ein paar statischen Bildern als Logo, sowie zu einer Reihe von Flash-Clips zu denselben Zwecken. Echt gesagt lässt sich auf dem Bildschirm nur ein Clip ansehen, die anderen stellen eine unscharfe grelle Animation dar, die ihrem Stil nach zum Shine nicht passt. Aber ein Clip lässt sieht ausgezeichnet ansehen. Er widerspiegelt das glänzende Modell eines Fahrzeuges, das an Porsche erinnert. Das Fahrzeug glänzt fein und blinzelt dem Besitzer noch eine Zeit nach dem Beginn der Ausnutzung des Gerätes zu. Das wird zweifelsohne die Besitzer der modischen Neuheit freuen.
Beim Anschluss des Kabels schaltet die Vorrichtung in den Modus des Modems oder des Flash-Speichers um. Im letzten Fall wird das Mobiletelefon vollständig blockiert, dabei kann man keine seiner Funktionen benutzen. Dasselbe geschieht beim Empfang oder beim Verschicken einer Datei per Bluetooth. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung beträgt dabei 10-11 Kilobytes / Sekunde.
Der Lieferungsumfang schließt eine instabile und wenig funktionsfähige Software ein, die dient, um Kontakte zu synchronisieren. Sie arbeitet langsam und in vielen Fällen falsch. Mit Hilfe der Anwendung kann man nur die Dateien aus dem PC in das Mobiletelefon kopieren, dabei unterstützt sie im Kalender nur 100 Eintragungen.
Das Gerät ist mit dem Programm für die Visualisierung von Dateien im Format pdf, ppt, doc und xls ausgerüstet. Dieses Programm ist ganz einfach. Die Dokumente werden nicht für den Bildschirm des Mobiletelefons formatiert, sondern in Übereinstimmung mit seinem Maßstab übertragen. Man kann dabei den Text vergrößern, dafür braucht man die Datei immer waagerecht durchdrehen, denn auf dem Bildschirm werden nur ein paar Wörter per Zeile dargestellt.
Die durchgeführten Teste haben gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit des Mobiletelefons vom mittleren Niveau ist. Sie ist viel schlechter als die Leistungsfähigkeit vom Multimediatelefon КЕ600. Man soll dabei berücksichtigen, dass es bei der Arbeit mit dem Menü zu keinen Verzögerungen, sowie zu keinem Hang-up kommt, aber die großen Java-Programme können doch ein wenig „bremsen“.
Kamera
Die Qualität der Bilder kann man mit Sicherheit als gut bezeichnen. Der Autofokus arbeitet langsam, aber qualitativ. Aber wenn Sie einen sich bewegenden Gegenstand aufnehmen, und das Bild schnell machen möchten, wird es höchstwahrscheinlich unscharf, wenn der Autofokus eingeschaltet ist. Beim ausgeschalteten Autofokus bekommen Sie Bilder befriedigender Qualität.
Das Interface der Kamera, die Funktionen und Einstellungen erinnern uns an die vorherigen Modelle von LG:
• Modus: Eine Reihe von Aufnahmen, eine Aufnahme.
• Messung der Exposition: von der Mitte her, kombiniert.
• Autofokus: Makro, EIN, AUS.
• Blitz: EIN, AUS.
• Weiße Balance: Auto, Tageslicht, Glühlampen, bewölkt, Fluoreszenzlampen.
• Qualität: ausgezeichnet, gut, gewöhnlich.
• Timer: 10, 5, 3 Sek.
• Maße: 1600×1200, 1280×960, 640×480, 320×240.
• Klang beim Schließen: 3 Melodien, AUS.
• Speicher: Gerät, Speicherkarte.
• Ausleuchtung: EIN, AUS (funktioniert wie eine Taschenlampe, Weite: 1 — 1,5 Meter).
• Effekte: Negativ, schwarzweiß, Sepie.
• Nachtmodus.
Die Videoaufnahmen sind nicht von hoher Qualität, sie werden im Format 3gp gemacht. Der Autofokus arbeitet nicht. Die Videokamera hat weniger Optionen:
• Weiße Balance: Auto, Tageslicht, Glühlampen, bewölkt, Fluoreszenzlampen.
• Qualität: ausgezeichnet, gut, gewöhnlich.
• Maße: 176×144, 128×96.
• Speicher: Gerät, Speicherkarte.
• Blitz: EIN, AUS.
• Effekte: Negativ, schwarzweiß, Sepie.
• Nachtmodus.
Man kann die Videokamera aus dem Menü starten (sie wird nur aus dem Menü gestartet) oder beim Drücken und Halten der Taste „Foto“. Diese Taste funktioniert genau so wie die Taste der Freigabe des Verschlusses in den Kameras: Zuerst wird der Fokus gefangen und dann fotografiert. Man kann auch die Bilder machen, indem man auf die Rolle drückt. Den Kameramodus kann man beim Öffnen des Sliders, sowie beim drücken der Taste „Schluss“ verlassen.
Schlussfolgerungen
LG Shine ist ein ausgezeichnetes Imagemodell. Dieses Mobiletelefon wird kaum gleichgültig jene Nutzer lassen, für die das Äußere des Gerätes von großer Bedeutung ist. Man kann auch annehmen, dass jene Menschen Shine mit Vergnügen kaufen werden, die früher schon eine „Schokolade“ gekauft haben.
Trotzdem hat das Modell seine Nachteile. Bei einer intensiven Ausnutzung kann das Gehäuse Kratzer aufweisen. Außerdem lenkt unsere Aufmerksamkeit eine gewisse „Rohheit“ der in dem Mobiletelefon eingesetzten Software.
Der angezeigte Preis des Gerätes beträgt 380 Euro.
Nachteile:
• Es fehlen die Stimmwahl und die laute Verbindung;
• Mangelhafte Qualität der Software für die Synchronisierung;
• Eine gewisse Instabilität beim Funktionieren der Software.
Vorteile:
• Ausgezeichnetes Äußeres;
• Metallgehäuse;
• Kamera mit dem Blitz und dem Autofokus;
• Guter, aber nicht hervorragender MP3-Player;
• Innovatives Steuerungssystem.
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